Kochworkshop

Dass 'Kochen im Einklang mit der Natur' nicht nur GESUND, sondern auch verdammt LECKER ist, hast du uns eindrucksvoll bewiesen!

Kochen im Einklang mit der Natur

Mutlanger Forum

Zeitungsbericht zum 5.internationalen/interaktiven Mutlanger Forum

                           Osteopathie-TCM-Reflexmedizin der

                                              DGCO/ VSKO

(Deutsche Gesellschaft für Chiro- und Osteopathie und Schweizer Verein Kairos Osteopathie)

 

Thema :   Die faszinierenden Faszien, das  myofasciale Schmerzsyndrom aus dem Blickwinkel Ost-West  oder Trigger meets Akupunktur /Akupressur ! Faszientraining meets Tuina/Qi Gong !

Moderatoren : Dr C.Görner, Bruno Ebnöther (MDO SVKO), Dr E.Schuhmacher (MDO/ DGCO) , Michael Eyrainer (Myofascial-Therapeut) , Tobias Kerker (Experte für Faszientraining / Schlingentherapie), Dr Jörg Sieben (MDO Kinesiologie ) u.a.

Zum 5. Mal wurde am Wochenende eine Mutlanger Praxis  zum Treffpunkt von  15 Osteopathen/TCM – Ärzten/Reflexmediziner aus Deutschland und der Schweiz. Thema, nicht zuletzt auch im Fokus der Forschung und Medien : Die Faszien (früher Waisenkind der Medizin, jetzt im Zentrum der Forschung!) mit ihren Fibroblasten als Matrix und deren Bedeutung für das myofasciale Schmerzsyndrom. Über drei Tage konnte in Theorie (Vorträge M. Eyrainer, E. Schuhmacher, C. Görner ) und Praxis (T. Kerker – Faszien- /Schlingentraining, J. Sieben  - kinesiologische Übungen) referiert werden. Anschließend wurden in der Praxis Patienten mit teilweise schon chronischen Schmerzsyndromen „Myofascial- Myoreflektorisch“  behandelt. Überlappend wurden die Methode durch Akupunktur/-pressur und kinesiologische Therapien ergänzt.  Über 90% aller Schmerzen gehen (auch im Leistungsport nach ausgeheiltem Trauma) von der (Fehl)Information dieser wieder- und auch neuentdeckten Gewebestruktur aus, welche nicht  als formgebendes leeres Hüllmaterial, sondern als das „dritte Gehirn“ nach dem Neurocranium (Kopfhirn) und  dem Viszerocranium (Bauchhirn),  wissenschaftlich tituliert wird  (Eyrainer). Von den Faszien, ihren Triggerpunkten - Orte der traumatischen Gewebeerinnerung - gehen nicht nur mechanische, sondern auch reflektorische, propriozeptive, biochemische energetische, funktionelle kognitiv-emotionale und verhaltenswirksame Effekte aus. Eine Rückverschaltung zum ZNS wurde wissenschaftlich  bewiesen, und hat bei (chronischen) Schmerzen natürlich damit doppelt Bedeutung.  Trouble-Maker - auch im Leistungssport - sind v.a. die Muskulatur und Faszien von M.Psoas und M. Piriformis (Double Devil) und die große Lenden- und Brustfaszie (90% aller Rückenschmerzen!) um nur ein paar zu nennen . Interessant im Vergleich zur Medizin des Ostens (TCM)  ist , so Schuhmacher, dass über 90 % der Akupunktur/pressurpunkte (Ost) identisch sind mit den sogenannten Triggerpunkten (West). Die Denk- und Behandlungsansätze zur Schmerzauslöschung wie“ Fasciales Mikro-Stretching mit Thinking Fingers“ oder“ Needle“ sind mittlerweile wissenschaftlich durch viele Studien bewiesen  (Ebnoether, Osteopath und Präsident einer Schweizer Osteopathiegesellschaft). Eine Imbalance des myofaszialen Systems, eine Störung des Spannungsgleichgewichtes (Tensegrity) kann mit radiologischer Diagnostik nur indirekt diagnostiziert werden. Das konnte Dr Görner, Chefarzt der Radiologischen Abteilung der Stauferklinik und weit über den Horizont des Röntgen Bildes hinaussehender  Diagnostiker, in seiner „Freizeit“ bekennender „energetischer“ Therapeut, am Samstagmittag an bildgebenden Verfahren, korrelierend zum in vivo-Körper- und Beschwerdebild des Schmerz- Patienten interaktiv demonstrieren. Dr Görner ergänzte die These, dass myofasciale Schmerzen (Trigger) die am häufigsten übersehene Ursache chronischer Schmerzen sind. Bildgebende Verfahren haben zur „Absicherung“ dennoch ihre Bedeutung wenn man die objektiven Bilder auch mit  dem „Dritten  Auge“ sieht.  Wer sich nicht bewegt, nur sitzt oder monotonen Sport betreibt,  versauert und  verklebt. Regelmäßige Bewegung hat antifibrotische Effekte. Unter diesem Aspekt wurden Übungen zum Faszientraining auch den Patienten und den Übungsteilnehmern durch Eyrainer und Kerker gezeigt. Michael Eyrainer betreut viele Leistungsport-Profis unter anderem auch Sami Khedira. Die Neuausrichtung der Kollagenfasern wirkt schmerzreduzierend und fördert die Beweglichkeit. Auch hier sah man die Ähnlichkeiten zwischen den westlichen (Rolfing, Pilates, Alexander, Feldenkrais u.a.) und den östlichen (Tuina, Qi Gong, Yoga u.a.)  Gedanken - und Bewegungswelten. Gedanklich kann dem  östlichen „Stagnation von Qi“ das westliche „verfilzte und verklebte Fasziengewebe“  der Verlust der Gleitfähigkeit und Elastizität der Faszien gleichgesetzt werden. Zu guter Letzt konnte am Sonntag im Rahmen einer Patientenbehandlung Frau Dr Schuhmacher (Craniosakral-Therapeutin) demonstrieren, dass die Behandlung des Gehirns als Schaltzentrale für Empfindung, Wahrnehmung und Verarbeitung immer im Sinne einer Reset - Taste mitbehandelt werden sollte. Neben dem myofaszialen Release gewinnen Ernährung, Bewegung, Entspannung, die drei komplementären Säulen der Fitness,  in der Schmerztherapie unter diesem Aspekt immer mehr an Bedeutung. Auch dies wurde an den Fortbildungstagen diskutiert.

Die wissenschaftliche Veranstaltung wurde von der Landes-Ärztekammer mit 25 Fortbildungspunkten zur Unterstreichung ihrer akademischen Qualität  honoriert.

Weitere Fortbildungen im Rahmen des „ Mutlanger Forums „ wurden für das neue Jahr beschlossen.